Keine Schweizer Waffen für bürgerkriege!

Die Bestimmungen für den Export von Kriegsmaterial sollen gelockert werden – auch Unrechtsstaaten und Bürgerkriegsländer dürften mit Schweizer Waffen beliefert werden. Dagegen wehren wir uns!

Unterschreiben / Mitmachen

Ein Referendum zu sammeln braucht viele Menschen, die mithelfen: Selbst unterschreiben, Unterschriften sammeln und beglaubigen, Flyer verteilen, Aktionen organisieren und, und, und. Deshalb brauchen wir Menschen wie dich! Danke, dass du uns unterstützt!

Was tun
Datenschutz

Darum Geht's

RUAG-Granaten im Bürgerkrieg in Syrien, SIG Sauer-Sturmgewehre im Bürgerkrieg im Jemen. Schweizer Waffen verursachen weltweit Leid und heizen bewaffnete Konflikte an. Dass Kriegsmaterial in Unrechtsstaaten landet, ist auf die Regeln für unsere Kriegsmaterialexporte zurückzuführen. Vor wenigen Jahren wurden endlich klare und transparente Kriterien für Kriegsmaterialexporte in das Gesetz geschrieben, um Waffenlieferungen in Bürgerkriegsländer zu erschweren. Das gefällt der Rüstungslobby nicht: Sie möchte diesen Erfolg rückgängig machen.

Nun sollen durch die Hintertür quasi alle Kriegsmaterial-Lieferungen erlaubt werden, mit diesen Tricks:

  • In Zukunft werden Kriegsmaterialexporte in 25 Staaten grundsätzlich bewilligt – darunter auch Ungarn, Argentinien und die USA. Auch für Exporte in alle anderen Länder kann der Bundesrat von den Kriterien absehen und damit Lieferungen an Unrechtsregime möglich machen.
  • Die Nichtwiederausfuhr-Erklärungen sollen in den allermeisten Fällen abgeschafft werden. Das bedeutet, dass Schweizer Kriegsmaterial sofort ohne Auflagen weitergeliefert werden kann. Die Konsequenz: Schweizer Waffen können via eine Tochterfirma oder einen Zwischenhändler in Bürgerkriege wie im Sudan oder an Israel verkauft werden. (Einzig für die Ukraine gilt das nicht, als Zugeständnis an die SVP).
  • Der Bundesrat soll nach Gutdünken Ausnahmen von allen Regeln beschliessen können. Eine demokratische Kontrolle durch das Parlament und die Öffentlichkeit ist nicht mehr möglich.
  • „Baugruppen“ sollen ohne jede Einschränkung verkauft werden können. Das bedeuet, dass es keine Hürden mehr gibt, wenn vor dem Export ein Waffensystem in einzelne Teile zerlegt wird.
 
2008

Nach diversen Skandalen von Schweizer Kriegsmaterial in Kriegsgebieten führt der Bundesrat in der Kriegsmaterialverordnung (KMV) klare und transparente Ausschlusskriterien für Waffenexporte ein. In den folgenden Jahren verwässert der Bundesrat diese Regeln wieder zunehmend.

2008
2016

Der Bundesrat ändert auf Druck der Rüstungslobby die Kriegsmaterialverordnung so, dass Exporte in Bürgerkriegsländer möglich sind. Es geht dabei vor allem um Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien, das zu dieser Zeit im Bürgerkrieg im Jemen Kriegsverbrechen begeht.

2016
2018

Eine breite Allianz lanciert die Korrektur-Initiative. Diese fordert, die Kriterien für Kriegsmaterialexporte auf Gesetzesebene festzuschreiben. Anstatt dass der Bundesrat in Eigenregie über die Kriterien befindet, soll das Parlament die demokratische Kontrolle über die Exportkriterien für Kriegsmaterial haben.

2018
2021

Das Parlament nimmt einen zufriedenstellenden indirekten Gegenvorschlag der Korrektur-Initiative an. Es verzichtet auf eine Ausnahmekompetenz für den Bundesrat. Deshalb zieht die Allianz gegen Waffenexporte in Bürgerkriegsländer ihre Initiative zurück.

2021
2022

Die Änderung des Kriegsmaterialgesetzes tritt in Kraft. Die Kriterien für Waffenexporte sind somit erstmals klar im Gesetz festgeschrieben.

2022
2023

Nur ein Jahr später beginnt die Rüstungslobby mit zahlreichen parlamentarischen Vorstössen an den Errungenschaften der Korrektur-Initiative zu rütteln.

2023
2025

Das Parlament beschliesst eine Gesetzesänderung, die die Errungenschaften der Korrektur-Initiative komplett aushöhlt und Kriegsmaterialexporte in Unrechtsstaaten erlaubt.

2025

Spenden

Ein Referendum zu lancieren, kostet viel Geld. Deine Spende hilft uns, das Referendum erfolgreich zu ergreifen und dieses Gesetz vors Volk zu bringen. Jeder Beitrag zählt – mach mit und hilf dabei, Schweizer Waffenlieferungen an Bürgerkriegsländer zu verhindern!

Unterschriften sammeln / Downloads

Unterschriftenbogen A4

Unterschriftenbogen A5

An einem Sammelanlass mithelfen

Unterschriftenbogen A4

Unterschriftenbogen A5

An einem Sammelanlass mithelfen

Die Argumente

Die neue Gesetzgebung soll die Rüstungsindustrie unterstützen. Das bedeutet: Um die Profite von privaten Rüstungsunternehmen zu erhöhen soll Schweizer Kriegsmaterial auch an Länder geliefert werden können, die in einen bewaffneten Konflikt verwickelt sind oder bei denen die Waffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden könnten.

Mit der Lockerung der Ausfuhrbestimmungen verliert die Schweiz die Kontrolle über die Waffenexporte. Damit steigt das Risiko, dass Schweizer Waffen an Länder wie Saudi-Arabien gelangen. Saudi-Arabien ist der weltweit grösste Rüstungsmarkt und involviert im Bürgerkrieg im Jemen. Schweizer Waffen dürfen nicht bei Unrechtsregimen landen.

Das aktuell gültige Gesetz sieht klare Kriterien für die Ausfuhr von Waffen vor. Diese bewirken, dass keine Waffen an Länder geliefert werden, die in bewaffneten Konflikten verwickelt sind oder Menschenrechtsverletzungen begehen. Die Gesetzesänderung schwächt diese Ausfuhrkriterien, in dem er gewisse Länder davon ausnimmt.

Keine Schwächung der demokratischen Kontrolle! 

Der Entscheid, ob ein Kriegsmaterial-Export in ein Bürgerkriegsland vonstatten geht oder nicht, liegt neu alleine in den Händen des Bundesrates – wenn überhaupt. Mit dieser Lockerung entziehen wir dem Parlament die demokratische Kontrolle, obwohl diese Errungenschaft keine 4 Jahre alt ist.

Die Liste von Ländern (Liste Anhang-2-Staaten KMV), für die künftig jegliche Exportschranken fallen sollen, umfasst mit den USA, Ungarn und Argentinien auch Staaten mit autoritären Machthabern. Donald Trump, Viktor Orban und Javier Milei missachten die Demokratie und die Menschenrechte. Schweizer Waffen dürfen nicht ohne Auflagen in ihre Hände gelangen!

Die Lockerung der Kriegsmaterial-Exportregeln begann das Parlament mit dem Argument, die Schweiz müsse Solidarität mit der grauenvollen Situation in der Ukraine zeigen – sei es mit direkten Waffenexporten oder mittels Weitergabe bereits in andere Länder exportierter Rüstungsgüter an die Ukraine.

Die vorliegende Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes würde jedoch weder das eine noch das andere ermöglichen. Das zeigt deutlich, worum es von Anfang an ging: Nicht um die Ukraine, sondern darum, die Schweizer Rüstungsindustrie maximal von der globalen Aufrüstung profitieren zu lassen. Wenn es dem Parlament tatsächlich nur um die Unterstützung der Ukraine und anderen völkerrechtswidrig angegriffenen Ländern ginge, hätten einzelne gezielte Anpassungen ausgereicht. Stattdessen öffnet diese Gesetzesanpassung der Lieferung von Schweizer Kriegsmaterial an Unrechtsstaaten und in Bürgerkriegsländer Tür und Tor.

Das Parlament fordert, dass Staaten das Kriegsmaterial, welches sie von der Schweiz gekauft haben, direkt weiter exportieren dürfen. Damit wird das heute wirksame Mittel der Nichtwiederausfuhr-Erklärung praktisch nichtig. Dies würde dazu führen, dass in der Schweiz gekaufte Rüstungsgüter beispielsweise von den USA direkt nach Israel oder von Grossbritannien direkt nach Saudi-Arabien geliefert werden können – also in Staaten, welche in bewaffnete Konflikte involviert sind oder Menschenrechte systematisch und grob verletzen.

Bisher stellen die sogenannten Nichtwiederausfuhr-Erklärungen sicher, dass keine Staaten mit Schweizer Waffen beliefert werden, denen die Schweiz selbst keine Waffen liefern würde. Dieser Kontrollmechanismus wird mit diesem Gesetz ausgehebelt.

Die Allianz

Parteien

Zivilgesellschaft

Kirchliche Organisationen

Co-Präsidium

Gerhard Andrey

Gerhard Andrey

Nationalrat, Grüne Schweiz

Noemi Buzzi

Noemi Buzzi

politische Sekretärin, GSoA

Clarence Chollet

Clarence Chollet

Nationalrätin, Grüne Schweiz

Maja Hess

Maja Hess

Ärztin und Präsidentin medico international schweiz

Mirjam Hostetmann

Mirjam Hostetmann

Präsidentin, JUSO Schweiz

Marc Jost

Marc Jost

Nationalrat, EVP Schweiz

Fabian Molina

Fabian Molina

Nationalrat, SP Schweiz

Andreas Nufer

Andreas Nufer

Pfarrer Kloster Kappel

Rayyân Rehouma

Rayyân Rehouma

politischer Sekretär, GSoA

Nino Russano

Nino Russano

terre des hommes

Priska Seiler-Graf

Priska Seiler-Graf

Nationalrätin, SP Schweiz

Thomas Wallimann-Sasaki

Thomas Wallimann-Sasaki

Präsident Justitia et Pax

Kontakt

Kriegsmaterial-Referendum
Postfach 1069
8031 Zürich
info@kriegsmaterial-referendum.ch

Datenschutz

Animation laden...Animation laden...Animation laden...

Newsfeed